Anonyme Bestattung - BÖSE Grabmal-Zentrum

Anonyme Bestattung: Der Weg in die Vergessenheit

Menschen sind der Erinnerung wert

Eine anonyme Beisetzung bedeutet ein Begräbnis in einem Rasenfeld. Die Stelle, an der die Urne versenkt wird, ist nicht gekennzeichnet. Der Verstorbene bleibt Namenlos. Das Ablegen von Blumengrüßen und das Aufstellen von Kerzen sind nicht erwünscht, so dass die Durchführung von Trauerritualen oder die Zwiesprache mit dem Verstorbenen nicht möglich sind. Nichts erinnert an den Toten - er wird anonym. Sehr oft wird eine anonyme Beisetzung von den Hinterbliebenen Wochen oder Monate später als Fehlentscheidung empfunden. Da Umbettungen aus anonymen Feldern grundsätzlich nicht vorgenommen werden können, eine unwiderrufliche Fehlentscheidung.

Häufig entscheidet sich der Verstorbene selbst aus Enttäuschung, Heimatlosigkeit oder Verbitterung gegenüber den Hinterbliebenen bereits vor seinem Tod für eine anonyme Bestattung. Auch der Wunsch, niemandem zur Last zu fallen, kann ausschlaggebend sein. Menschen, die für sich selbst über eine anonyme Bestattung nachdenken und dies in ihrem Testament verfügen möchten, sollten auf jeden Fall vorher mit ihren Angehörigen darüber sprechen. Die Grabstätte ist ein elementar wichtiger Ort für die Lebenden, um sich an den Verstorbenen zu erinnern und Tod und Trauer angemessen zu bewältigen.

Seebestattung

Besonders für Menschen mit Bindung zum Meer ist das Verstreuen ihrer Asche im Meer ein attraktiver Gedanke. Wie bei jeder anonymen Bestattung fehlen den Angehörigen allerdings auch hier ein konkreter Trauerort und die Möglichkeit für Trauerrituale. Sollten die Hinterbliebenen selbst nicht an der Küste wohnen, ist nicht einmal mehr durch eine kurze Entfernung zum Meer eine gewisse Nähe zum Verstorbenen möglich.

Rasenfelder

Viele Gemeinden bieten als kostengünstige und pflegeleichte Bestattungsart Rasengräber an. Dabei werden kleine mit den Lebensdaten des Verstorbenen versehene Platten über die im Rasenfeld beigesetzte Urne gelegt. Um das Rasenfeld pflegeleicht durch Gemeindegärtner bewirtschaften zu können, sind das Ablegen von Trauergrüßen oder das Anzünden von Friedhofskerzen nicht möglich. Verbotenerweise abgelegte Trauergrüße werden entfernt. Auch hier fehlt den Trauernden jegliche Möglichkeit, ihren Toten angemessen zu betrauern.

Bevor Sie sich auf eine anonyme Bestattungsart festlegen, lassen Sie sich von Ihrem Bestattungsunternehmen oder der Friedhofsverwaltung beraten: Mittlerweile gibt es zahlreiche attraktive Alternativen zur anonymen Bestattung, die Trauerrituale zulassen und die Zwiesprache mit dem Verstorbenen ermöglichen.

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