Das Steinmetzhandwerk

Steinmetz – einer der ältesten Berufe

Steinmetze nahmen bereits beim Bau der Pyramiden in Ägypten und später im alten Rom eine wichtige Rolle ein. Um 1100 waren von Kloster zu Kloster wandernde Mönche als Steinmetze tätig. Zwei Jahrhunderte später gab es drei Steinmetzorganisationen: die Bauhütten an den Domen, die reisenden Steinmetzbruderschaften und die Zünfte. In der Epoche des Barock arbeiteten die Steinmetze als Baumeister, Planer und Organisatoren.

Entwicklung zur modernen Industrie

Um die Jahrhundertwende bildeten sich große Steinindustriebetriebe mit Hunderten von Beschäftigten – viele Steinmetzbetriebe blieben handwerklich organisiert. So wurden einerseits während der Kriege Massenartikel produziert, andererseits in kleinen Unternehmen kunstvolle Bildhauerarbeiten und handwerklich bearbeitete Grabmale hergestellt. In den Nachkriegsjahren bildete sich in der Natursteinbranche folgende Struktur: Maschinell optimal ausgerüstete Granitwerke belieferten die im Handwerk organisierten Steinmetzbetriebe mit Rohlingen und fertigen Steinen.

Wandel in der Natursteinbranche

Der gesellschaftliche Wertewandel, die Globalisierung und alternative Bestattungsarten führten bis heute zu starken Veränderungen. Farbige Hartgesteine aus allen Ländern der Erde sind aktuell die Grundlage für die Vielfalt des Angebots. Computergesteuerte Bearbeitungszentren und Roboter in Kombination mit der Handarbeit eines Steinmetzes oder Bildhauers eröffnen fast unbegrenzte Gestaltungsmöglichkeiten.

Beste Qualität und vielfältigste Materialien

Um eine gleichbleibende Qualität in Farbe und Beschaffenheit der Steine zu gewährleisten, suchen Mitarbeiter der Firma Böse Rohblöcke auf der ganzen Welt direkt in den Steinbrüchen aus. Gute internationale Kontakte ermöglichen es, alle Produkte in bester Qualität einzukaufen und immer wieder neue Materialien anzubieten. Auf eines kann Böse Natursteine jedoch nicht verzichten: die Kreativität eines Steinmetzes mit
künstlerischen Fähigkeiten.

Wie ein Steinmetz heute arbeitet

Neben fachlichem Können und Genauigkeit muss ein Steinmetz besonders Einfühlungsvermögen und Kreativität besitzen. Der typische Ablauf im Grabmal-Steinmetzbetrieb beginnt mit der Kundenberatung. Nach Auftragserteilung prüft der Steinmetz die Gegebenheiten auf dem Friedhof: Liegt das Grab beispielsweise am Hang, muss der Stein entsprechend zugeschnitten werden. Außerdem gilt es, die Anlage auszumessen und Zeichnungen samt Bemaßung für die Bestellung und den Antrag bei der Gemeinde vorzubereiten. Dabei ist es wichtig, die Vorgaben der Friedhofsverordnungen zu beachten.

Nach dieser Vorarbeit beginnt die Arbeit auf dem Friedhof. Hier fertigt der Steinmetz zunächst ein Fundament. Stehende Grabmale werden mit einem großen Dübel befestigt, damit sie der Sicherheits-Rüttelprobe standhalten. Das fertige Grabmal wird anschließend vom Steinmetz beschriftet. Bei der Auswahl und Anordnung der Schrift orientiert er sich an der Form. Auch ungewöhnliche Platzierungen sind möglich. Der Hinterbliebene wählt zwischen erhaben oder vertieft gearbeiteten Schriften, Einzelbuchstaben und Schriftzügen in Bronze oder Edelstahl. Für eine besonders individuelle Anmutung ist auch eine Nachstellung der Handschrift des Verstorbenen möglich.

Steinmetzpartner: Dotzert

Die Reiner Dotzert GmbH & Co.KG aus Stockhausen arbeitet als Partnerbetrieb innerhalb der Initiative GrabmalPartner Hand in Hand mit der Firma Böse. „Wir können unseren Kunden hier ein breites Spektrum mit vielen Gestaltungsmöglichkeiten bieten“, beschreibt Reiner Dotzert. „Sie können sich Steine in natura anschauen und auch anfassen, was gerade bei Natursteinen besonders wichtig ist, da jedes Objekt eine andere Struktur hat.“ Gemeinsam mit seiner Frau führt Reiner Dotzert seinen Steinmetzbetrieb, der 1919 gegründet wurde, mittlerweile in dritter Generation. Wichtig innerhalb der Initiative GrabmalPartner ist ihm auch die Möglichkeit, im Grabmal-Zentrum ein spezielles Computer Programm nutzen zu können: „So lässt sich für unsere Kunden vieles besser veranschaulichen.“

© Veröffentlicht in: Marktkorb

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