Denkmal-Koenig-Konrad-911-Boese-Naturstein-32

Seit Dezember 2019 hat die Stadt Fulda ein Kunstwerk des Biennale-Preisträgers Franz Erhard Walther. Anlässlich des 1275-jährigen Stadtjubiläums wurde neben dem Domplatz das 4m hohe Denkmal vom Natursteinwerk max böse GmbH getreu nach einem Originalentwurf des Künstlers Franz Erhard Walter und in Kooperation mit dem Steinmetzmeister Thomas Stephan aus Hofbieber gefertigt und aufgestellt.

Das Denkmal ist König Konrad gewidmet, der im Mittelalter 911 in Fulda zum Kaiser gekrönt wurde und im Dom zu Fulda begraben liegt. Die Krönung dieses Königs war für den Föderalismus in Deutschland von Bedeutung, da er der erste gewählte König war.

Der Künstler Franz Erhard Walter hatte bewusst auf eine bildliche Darstellung verzichtet – er wollte vielmehr die Dimensionen sichtbar machen in Form von Zeit. Die Zeit wird dargestellt durch 911 Quadrate aus Edelstahl, welche mit Blattgold vergoldet wurden. Das letzte unten soll symbolisch in die Zukunft weisen.

Als Steinmetzmeister Thomas Stephan aus Hofbieber die ungewöhnliche Anfrage der Stadt Fulda für die Fertigung eines Denkmals von Franz Erhard Walther bekam, war ihm klar, dass er für diese Dimensionen Unterstützung brauchte. Die fand er bei Heinz Böse, der mit seinem Team vom Max Boese Natursteinwerk aus Großenlüder das Denkmal aus hellem Kalkstein genau nach den Vorgaben des Künstlers anfertigte. Auf einem Sockel wurden zwei Steinquader mit den Maßen 3,5m x 2m x 0,30m übereinandergesetzt. Die 911 Plättchen mussten in auf den Millimeter genau gefräste Vertiefungen eingebracht werden und wurden von Hand vergoldet.

Die Dimensionen des Gedenksteins waren schon eine Herausforderung sowohl bei der Herstellung als auch hauptsächlich bei der Montage auf dem Domplatz. Ca. 6 t pro Steinquader mussten bewegt werden, das Gesamtgewicht des Kunstwerks beträgt ca. 15 Tonnen. Das erforderte von Heinz Böse viel Sachverstand und auch großes Talent bei der Organisation. Doch es ist alles gut gegangen, dank der hervorragenden Zusammenarbeit aller Mitarbeiter vom Natursteinwerk max böse GmbH.

PS: Leider ist das Kunstwerk in diesem Jahr mehrmals durch Vandalismus beschädigt worden. Bis eine Lösung für eine Schutzvorkehrung gefunden worden ist, bleibt das Denkmal unter einem Zelt verhüllt.

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